Device Code Phishing: Wie Konten ohne Passwortdiebstahl kompromittiert werden
Für die IT-Sicherheit sind technische Schutzmaßnahmen häufig nur in Kombination mit der Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirksam. Kaum ein Angriffsszenario zeigt dieses Zusammenspiel so deutlich wie Phishing.
Etablierte Mechanismen wie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) haben klassische Phishing-Ansätze zum Diebstahl von Zugangsdaten deutlich erschwert. Moderne Angriffstechniken setzen jedoch nicht mehr zwingend nur auf den Diebstahl von Zugangsdaten, sondern nutzen legitime Authentifizierungsprozesse, um Zugriff auf Benutzerkonten zu erlangen.
Parallel dazu entwickeln sich Phishing-Kampagnen zunehmend weiter. Mittels Automatisierung durch Phishing-Frameworks sowie dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) können Angriffe heute mit deutlich geringerem technischem Aufwand durchgeführt werden. Zusammen mit dem etablierten Markt für sogenannte Phishing-as-a-Service-Angebote sinkt damit auch die Einstiegshürde für Angreifer.
Ein besonders anschauliches Beispiel hierfür ist das Device-Code-Phishing, bei dem Angreifer die legitime Authentifizierungsmethode Device-Code-Flow von modernen Authentifizierungsdiensten wie Microsoft Entra ID1 im Microsoft-Cloud-Umfeld ausnutzen.



